Bald schon findet wieder das Fest der Liebe statt. Weltweit ist aber eher wenig von Liebe zu spüren. Kriege und autokratische Machthaber dominieren das Bild und die Medien. Anstatt jetzt aber an der allgemeinen Weltlage zu verzweifeln, empfiehlt es sich, im eigenen Umfeld Gegenmassnahmen zu ergreifen. Man kann zum Beispiel Liebe in die Welt und zu den Mitmenschen schicken und man kann sich mit Dingen beschäftigen, die einem gut tun – mit Zeichnen und Singen beispielsweise, so wie wir in diesem Heft. Zeichnen steht dabei für die Engadiner Handwerkskunst schlechthin, die Sgraffito. Lernen Sie dieses faszinierende Handwerk in der Reportage in diesem Heft kennen, vertiefen sie sich in die Technik und die verschiedenen Figuren und was diese bedeuten. Freuen Sie sich an den fertigen Werken an den zahlreichen Häusern im Engadin und Val Müstair oder buchen Sie für sich einen Kurs und lernen selbst Sgraffiti zu kratzen. Alles gut für die Seele.
Genauso wie Singen, das ist sogar wissenschaftlich belegt. Das weiss Sidonia Caviezel aus eigener Erfahrung, ist sie doch Musikerin mit Leib und Seele. Sie unterrichtet, leitet einen Chor, tritt im Duo auf und spielt auch noch in einer Musikgesellschaft und empfiehlt denjenigen, die nicht unbedingt organisiert musizieren wollen, das Singen oder Instrumentieren zu Hause – ebenfalls für die Seele.
Und von wegen Liebe in die Umwelt schicken, das macht Susanne Morf fast täglich. Die Ärztin arbeitet im Spital in Val Müstair, unterrichtet aber auch Berufskolleginnen und -kollegen in Nepal in Ultraschalltechnologie und betreut zu Hause mit Mann und Sohn eine kunterbunte Tierschar, ihre Herzensangelegenheit.
Aber vielleicht genügt Ihrer Seele auch ein frischer Panettone aus Lavin oder der Klang von Kirchenglocken, das gibt’s alles auch in diesem Heft.
Und freuen würde es uns natürlich sehr, wenn auch die Lektüre dieses ALLEGRAS gut für die Seele ist.
Viel Vergnügen wünscht das Team der Redaktion.