Gemüseanbau findet draussen statt - bei jeder Witterung.
Gemüseanbau findet draussen statt - bei jeder Witterung. © Biohof Chavalatsch

Hochalpines Biogemüse

Annelise Albertin Biologische Gemüsevielfalt auf dem Teller: Der Biohof Chavalatsch in Scuol zeigt, wie auf 1400 Metern über Meer erfolgreich Gemüse angebaut werden kann.

Gemüseanbau im Unterengadin ist anspruchsvoll. Späte Fröste, kühle Nächte und kurze Sommer verlangen robuste Sorten und viel Erfahrung. Aita Puorger und Samuel Hauenstein vom Biohof Chavalatsch in Scuol haben sich genau dieser Herausforderung verschrieben. Auf rund 1400 Metern über Meer bauen sie erfolgreich vielfältiges Biogemüse an. 

Trotz der kurzen Vegetationszeit gedeihen hier jährlich rund 40 verschiedene Gemüsesorten. Besonders gut wachsen robuste Kulturen wie Salate, Spinat, Randen, Brokkoli, Kohlrabi oder Kürbis. Doch auch anspruchsvollere Pflanzen wie Gurken, Tomaten, Peperoni, Auberginen oder sogar Zuckermais und Melonen stehen auf dem Anbauplan des Hofes. 

Besonders stolz sind Puorger und Hauenstein auf ihr Aushängeschild – die Karotten. «Die besten im ganzen Tal», wie sie schmunzelnd beteuern. Auch die grosse Tomatenvielfalt ist eine Spezialität des Biohofs Chavalatsch. 

Der Freilandanbau dauert von Mai bis Oktober, danach kann bis Weihnachten Gemüse aus den Folientunnels geerntet werden. Äusserst beliebt ist das Gemüseabo: Damit wird das Gemüse im gesamten Engadin direkt nach Hause geliefert. Die Nachfrage ist so gross, dass bereits eine Warteliste besteht. Das Biogemüse vom Hof findet man zudem fast ganzjährig im Bio Betschla in Scuol oder in ausgewählten Restaurants der Region. 

https://bio-chavalatsch.ch/ 

«Die Besten» sind  Aita Puorger und Samuel Hauenstein überzeugt.
«Die Besten» sind Aita Puorger und Samuel Hauenstein überzeugt. © Biohof Chavalatsch
Tipp: 

Zum Biohof Chavalatsch gehören neben dem Gemüsebau auch Mutterkühe und Mutterschafe. Das hofeigene Fleisch wird direkt als Mischpakete verkauft. 

 

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