Campen und prägen

Arno Lamprecht ist eine prägende Figur im Val Müstair. Er singt, schreibt, politisiert und macht sich Gedanken zu seinem Tal. Nicht mehr als verdient also, dass er ausführlich zu Wort kommt. Dabei blickt er auf seine Tätigkeit als Sekretär der Corporaziun regiunala Val Müstair zurück und bilanziert seine Zeit als erster Gemeindepräsident der neuen Gemeinde nach der Talfusion. Erklärt aber auch, weshalb er die einen Gedanken besser beim Schreiben und andere eher mit Musik ausdrücken kann. Eine äusserst vielfältige Persönlichkeit, porträtiert in einem einfühlsamen Interview.

Rui Rocha aus Ardez ist ebenfalls prägend, nicht für ein Tal oder einen Ort, sondern für ein Nationalteam. Dasjenige der portugiesischen Hockeynationalmannschaft. Tatsächlich spielt der Mann mit portugiesischen Wurzeln und Engadiner Heimat seit einigen Jahren im Nationalteam Portugals. Anfangs hätten sie noch ziemlich hoch verloren, erzählt er im Porträt. Doch mittlerweile spielten sie um die vorderen Plätze mit. Allerdings nicht bei den ganz «Grossen», denn dazu bräuchte es eine Eishockeyhalle in Portugal. Deshalb spielen Rui und seine Kollegen an sogenannten Development-Turnieren, was dem Einsatz und der Freude aber keinen Abbruch tut.

Eher im Auf- als im Abbruch ist der Campingplatz in Samnaun. Dieser läuft seit knapp drei Jahren unter der Führung der Mundin Samnaun AG und hat sich aufs Wintercamping spezialisiert. Und das Erstaunlichste am Ganzen ist, dass tatsächlich Leute im Winter campen kommen. Diese brauchen keine Palmen, Strand oder Meer, sondern freuen sich ob der modernen sanitären Einrichtungen und des wohnlichen Aufenthaltsraums und noch übers Eisfeld, die Anbindung an die Piste und andere Annehmlichkeiten. Doch nicht nur in Samnaun gibts Wintercamper, sondern auch im Val Müstair oder in Sent Sur En.

Und ob Sie nun campen, in Hotels übernachten oder fix in der Gegend wohnen, spielt überhaupt keine Rolle; Hauptsache, Sie lesen dieses ALLEGRA aufmerksam durch und freuen sich an unserer Arbeit.

Viel Vergnügen dabei wünscht,

Jürg Wirth, Chefredaktor

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