Strüzels Val Müstair

Geschichte des Strüzels

Die Strüzels Val Müstair wurden früher von den Bäuerinnen mit Biestmilch hergestellt. Biestmilch ist die erste Milch der Kuh nach dem Kalben und besonders gehaltvoll. Heute wird für die Strüzels normale Milch verwendet. Da nicht in jedem Strüzel gleich viele Sultaninen vorkommen, machte man sich oft einen Spass daraus, zu zählen, wer in seinem Strüzel die meisten «Beeren» vorfand.

Alle Zutaten – ausser den Sultaninen – in einer Schüssel vermengen und gut kneten. Am besten gelingt dies mit einer Küchenmaschine. Den Teig während etwa 15 bis 20 Minuten kneten, bis er sich vom Schüsselrand löst. Anschliessend die Sultaninen unterkneten.

Den Teig während 30 Minuten ruhen lassen. Danach portionieren und zu Strängen rollen. Diese zu kleinen Hufeisen formen. Die geformten Strüzels zugedeckt mit einem Küchentuch während 1 bis 1½ Stunden ruhen lassen.

Mit Eigelb bestreichen und im auf 240 Grad vorgeheizten Ofen während etwa 6 Minuten backen.

Zutaten

Zutaten für 37 Stück

  • 1 kg Weissmehl
  • 120 g Hefe
  • 20 g Salz
  • 130 g Zucker
  • 200 g Butter
  • 3 Eier
  • ½ l Milch
  • 100 g Sultaninen
© Meinrad Federspiel
Schritt 1: Portionen vorbereiten und zu Strängen rollen.
Schritt 1: Portionen vorbereiten und zu Strängen rollen. © Meinrad Federspiel
Schritt 2: Gipfel formen
Schritt 2: Gipfel formen © Meinrad Federspiel
Schritt 3: Gipfel bestreichen
Schritt 3: Gipfel bestreichen © Meinrad Federspiel
Zur Person

Das Lieblingsrezept stammt von Meinrad Federspiel aus Müstair. Er hat Bäcker gelernt und danach einige Jahre in der Archäologie des Klosters St. Johann gearbeitet. Nach einem Wohnortswechsel kehrte er in die Bäckerbranche im Aussendienst zurück. Backen ist nach wie vor seine Passion – die alten Rezepte hütet er wie einen Schatz.

 

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