Beim Stichwort «Bademeister» erscheint vor dem inneren Auge noch immer der braungebrannte Sonnyboy, bekleidet nur mit weisser Hose und immer auf der Sonnenseite des Lebens. Jensen Marth ist zwar auch Bademeister, allerdings nicht extrem braungebrannt und er trägt auch mehr als nur weisse Shorts. Schliesslich betreut Jensen kein Freibad, sondern das Bogn Engiadina Scuol – und dies bereits seit 30 Jahren. Nebst der Aufsicht über die Badenden und allgemeine Kontrollen ist er auch noch Saunameister und als solcher für die Aufgüsse zuständig. Genügend Gründe also, um dem Bad drei Jahrzehnte lang die Treue zu halten – und ja, mittlerweile wissen wir ja auch, dass das mit der Bräune gar nicht so gesund ist. Falls Sie wissen wollen, was der Bademeister sonst noch so macht und wie er überhaupt zu seinem Job gekommen ist, Anneliese Albertin hat ihn besucht…
Auch das Stichwort Bergbäuerin oder -bauer bedient das Kopfkino, zumindest dasjenige der eher gebietsfremden Menschen. In der Vorstellung erscheinen romantische Sonnenuntergänge, schmucke Kühe mit Hörnern, Pfeife rauchende Bauern, die zufrieden mähen oder rechen oder Bäuerinnen, die Butter kneten oder käsen. Das Dasein als Bergbauer kann durchaus romantische oder malerische Momente beinhalten, aber halt auch viel Arbeit und ab und an Mühsal. Ein wenig von beidem präsentiert die agrischa, die am 25. und 26. April in Zernez stattfindet. Die Schau will die Landwirtschaft allen Interessierten vermitteln, den Bäuerinnen und Bauern aber genauso auch den eher landwirtschaftsfernen Kreisen, dafür garantiert ein vielfältiges und abwechslungsreiches Programm und ALLEGRA vermittelt die agrischa.
So ganz grundsätzlich geht niemand gerne ins Spital, ausser vielleicht es ist das Spital Scuol. Dort kann Armando Roner einen Aufenthalt empfehlen, aus so halb eigener Erfahrung. Allerdings ist Roner leicht befangen, da er Präsident der Amias und Amis da l’Ospidal Engiadina Bassa ist. Diese unterstützen das Spital finanziell und ideell und was sie dabei schon alles geleistet haben, erzählt er im Interview.
Und selbstverständlich hat dieses Heft noch mehr interessante Themen zu bieten. Ich sag nur Gips, Plain in Pigna und weiteres mehr.
Viel Vergnügen beim Lesen wünscht
Jürg Wirth, Chefredaktor