Dass eine Gondelbahn in luftigen Höhen schwebt, liegt in der Natur der Sache. Genauso macht es auch der Twinliner der Bergbahnen Samnaun und dies bereits seit 1995. Damals wurden die zu der Zeit noch fast revolutionären Doppelstockkabinen in Betrieb genommen. Zeit also für eine umfassende Renovation, haben sich die Verantwortlichen der Bergbahnen gesagt. Sie sind zur Tat geschritten und haben neue Gondeln bestellt und sich daran gemacht, die Stationen in Samnaun ebenfalls zu modernisieren. Bis zum Start der kommenden Wintersaison ist alles bereit und die neue Bahn kann sich in luftige Höhen erheben.
Auch Diaa Aldeen Al Zoabi bewegt sich bisweilen in luftigen Höhen – zumindest dann, wenn der Lernende zum Elektroinstallateur auf eine Leiter steigen muss. Der eigentliche Höhenunterschied in seinem Leben liegt jedoch woanders: Zwischen seiner Kindheit in Syrien, den schwierigen Jahren als Flüchtling im Libanon und seinem heutigen Alltag in Scuol. Seit 2019 lebt er mit seiner Familie im Unterengadin und arbeitet daran, sich hier eine Zukunft aufzubauen.
Immer wieder, also eigentlich fast täglich, in luftigen Höhen befindet sich Flurina Eichholzer. Schuld daran ist ihr Hobby, das eigentlich schon fast etwas mehr als Hobby ist. Eichholzer, die mit ihrer Familie in Zernez wohnt, ist begeisterte Trailrunnerin und als solche immer wieder auf Gipfeln anzutreffen, auf die sie nur im Notfall wandert oder spaziert, sondern eigentlich meistens rennt. Nun steht ihr eigentlicher Karrierehöhepunkt an. Sie konnte sich für die Europameisterschaften im Trailrunning qualifizieren. Diese finden anfangs Juni in Slowenien statt und klar hofft sie dort auf Ausflüge in luftige Höhen, mental oder auch auf dem Siegertreppchen. Und das hat sie tatsächlich geschafft; Flurina Eichholzer holte gemeinsam mit ihrem Team die Goldmedaille im Up-and-Down-Wettkampf.
Ihnen geneigte Leserschaft wünsche ich im Namen des ALLEGRA ebenfalls viele Ausflüge in luftige Höhen, sei dies physisch oder sonst halt einfach im Kopfe oder beim Lesen dieser Ausgabe.
Mit luftigen Grüssen
Jürg Wirth, Chefredaktor