Das Plain-in-pigna-Blech aus Sent

Jürg Wirth Die ehemalige Dorfschmitte und spätere Autogarage Valentin+Krebs in Sent hat auch einen Haushaltsgegenstand hergestellt – der Stamp da plain in pigna, ein Plain in pigna Blech, das es auch heute noch zu kaufen gibt. 

Die Geschichte der Garage Valentin+Krebs in Sent ist zu Ende, vergleiche Allegra Nr. 5, doch ein kleines Erinnerungsstück an das Unternehmen, das aus einer Schmitte entstanden ist, bleibt: Der Stamp da plain in pigna, das handgefertigte Plain-in-pigna-Blech. Dieses gibt’s immer noch vor Ort in Sent zu kaufen. 

Die Erfindung geht auf Chasper J. Valentin zurück, den Schwiegervater von Ueli Krebs, dem letzten Betreiber der Garage. Das Blech musste Chasper nicht erfinden, das gabs schon damals, doch das Biegewerkzeuge hat er selbst entwickelt. Ein Millimeter dick ist das Blech, es stehen drei Grössen zur Verfügung, 20x25, 25x32 und 32x38 cm. Chasper früher und Ueli Krebs heute schneiden an den Ecken kleine Quadrate mit der Hebelblechschere aus, spannen das Stück in das Biegewerkzeug, welches dann die Ränder hochbiegt oder -klappt. Dann schweisst Krebs die Bleche an den Kanten zusammen, verputzt die Schnitt- und Schweissstellen und fertig ist der Stamp da plain in pigna. Fertig zwar, aber noch nicht ganz gebrauchsbereit. Dazu müsse man das Blech mit Kartoffelschalen und Wasser füllen und dann im Ofen auf ca. 200 Grad Celsius erhitzen und danach nie mehr mit Wasser reinigen. So sei garantiert, dass der Plain in Pigna nie anklebe, weiss Uelis Frau Linetta aus eigener Erfahrung. 

Und wie man Plain in pigna macht? Da gibt es zahllose Varianten, am besten man fragt eine Engadinerin oder sonst halt ein Kochbuch. 

Der Stamp da plain in pigna aus Sent.
Der Stamp da plain in pigna aus Sent. © Jürg Wirth

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