Deine Liveshow am Frühlings-Schneefest ist nicht dein erster Auftritt in Samnaun. 2013 hast du bei «Deutschland sucht den Superstar» gewonnen und danach beim Winter-Opening in Samnaun Dorf gespielt. Für dich ging es steil nach oben – und am 25. April spielst du auf 2260 m ü. M. Wie siehst du dem Auftritt entgegen?
Ich liebe solche Momente. Es ist, als würde sich in Samnaun ein Kreis schliessen. Wenn ich an solche Orte zurückkehre, merke ich, was seitdem alles passiert ist. Im Alltag spürt man kontinuierliche Veränderungen meistens gar nicht. Durch die bekannte Umgebung kommen plötzlich all die Gefühle, Ängste und Sorgen, aber auch die Freuden von genau diesem letzten Moment zurück. Und man realisiert, dass man gar nicht mehr der gleiche Mensch ist wie damals. Ich weiss jetzt schon, dass es ein überwältigendes Gefühl sein wird, nach 13 Jahren wieder bei euch zu sein. Darauf freue ich mich riesig. Das wird super!
Du hast früh im Metzgerbetrieb deiner Familie mitgeholfen, Bodenständigkeit ist dir wichtig. Wie passt das zum Showgeschäft?
In einer selbstständig erwerbenden Familie lernt man schnell, was diese Art von Arbeit bedeutet: nämlich selbst und ständig (lacht). Ich denke, das hat mich gut auf mein heutiges Berufsleben vorbereitet, denn auch meine Eltern haben immer schon sehr viel gearbeitet. Da ich es quasi gar nicht anders kenne, ist mein heutiges Pensum für mich leichter zu bewerkstelligen, als wenn ich das nicht mein Leben lang schon vorgelebt bekommen hätte. Dafür bin ich meiner Familie sehr dankbar. Und ich bin ein absoluter Familienmensch und habe von klein auf gelernt, was alles möglich ist, wenn alle an einem Strang ziehen.
Wer dich kennt, schätzt deine positive Einstellung. Selber sagst du, dass deine Positivität nicht einfach vorhanden ist, sondern dass du sie trainierst. Wie gelingt dir das?
Für mich ist Dankbarkeit der Schlüssel zum Glück. Ich schreibe seit vielen Jahren Dankbarkeitstagebuch und das hilft mir sehr, den Fokus aufs Gute zu legen. Ich kann wirklich jedem und jeder empfehlen, kleine Glücksmomente zu sammeln. Sei es das freundliche Lächeln an einer Kassiererin, ein tolles Telefonat mit einem Lieblingsmenschen, ein leckeres Essen oder die ersten Sonnenstrahlen im Gesicht. Über all diese kleinen Dinge kann ich mich total freuen. Manchmal machen sie einen Tag zu etwas ganz Besonderem.
Für dich schafft Musik «schöne Räume». Gelingt das auch in Samnaun?
Erst recht! Diese wunderschöne Kulisse auf der Alp Trida im Schnee – und eine Show in der Schweiz, das ist für mich immer besonders.
Im Oktober ist dein neues Album «Hör nie auf damit» erschienen. Welche neuen Lieder spielst du am 25. April?
Natürlich den Titelsong «Hör nie auf damit» und dann meine neue Single «Alibi». Sie ist der erste Vorbote meiner Re-Edition «Hör nie auf damit 2.0». Selbstverständlich habe ich auch eine grosse Auswahl aus altbekannten Hits dabei, die alle mitsingen können. Vielleicht gibt es ja noch die ein oder andere Überraschung, sogar auf Schweizerdeutsch?
Du bezeichnest dich als «Sommerkind». Was erwartest du vom Publikum mitten im Skigebiet?
Ich liebe den Sommer und die Sonnenstrahlen auf der Haut. Letzteres können wir hoffentlich auch unter freiem Himmel im Schnee geniessen. Ich freue mich auf eine ausgelassene Stimmung, denn ich weiss, wie die Schweiz, wie Samnaun feiern kann. Dorthin zurückzukehren mit so viel neuer Musik und einer viel grösseren Show als beim ersten Mal, das ist grossartig.