5 Fragen an Riet Scandella

Wie sind Sie zu den Samaritern und zur Arbeit mit den HELPI's gekommen? Mein Interesse an der Ersten Hilfe begann bereits mit 15 Jahren in der HELP-Jugendgruppe. Nach dem Schulabschluss trat ich 2021 den Samaritern bei, absolvierte die Ausbildung zum Samariterlehrer und Kursleiter innerhalb von zwei Jahren und übernahm danach zusätzlich die Leitung der HELP-Gruppe.

Was fasziniert Kinder und Jugendliche am meisten an den HELP-Aktivitäten? HELP heisst: Helfen-Erleben-Lernen-Plausch. Die Kinder begeistern sich vor allem für praktische Übungen wie das Anlegen von Bandagen. Die Inhalte vermitteln wir möglichst spielerisch, da die Theorie meist weniger interessiert. Besonders stolz sind die Kinder, wenn sie ihr Wissen im Alltag anwenden können und davon berichten.

Wie verändert die Erste-Hilfe-Ausbildung die Kinder und Jugendlichen Ihrer Erfahrung nach? Die HELP-Ausbildung gibt Kindern und Jugendlichen Sicherheit für den Ernstfall. Sie lernen, Verantwortung zu übernehmen und erwerben wertvolle Fähigkeiten für den Alltag.

Was war für Sie das Highlight des dreitägigen HELP-JuLa (Jugendlager) an Pfingsten? Dieses Jahr war ich erstmals als Leiter am JuLa dabei, nachdem ich früher selbst HELPI war. Neben der Betreuung der Kinder und der Organisation der Reise war die Übernachtung mit rund 300 Kindern aus der ganzen Schweiz besonders eindrücklich. Ein Höhepunkt war der zweite Rang unserer Gruppe und somit zweitbeste Gruppe der Schweiz. Mit dem Sieg am Bündner HELP-Tag sind wir zudem beste HELP-Gruppe des Kantons – darauf bin ich sehr stolz.

Warum lohnt es sich aus Ihrer Sicht, schon in jungen Jahren Erste Hilfe zu lernen? Das bei HELP vermittelte Wissen begleitet viele ein Leben lang. Es ist im Alltag wertvoll und kann sogar den Grundstein für späteres Engagement oder einen Berufswunsch legen. // Annelise Albertin

© Riet Scandella
Zur Person

Riet Scandella aus Müstair ist Kursleiter und Samariterlehrer beim Samariterverein Val Müstair und Leiter der HELPI's. Hauptberuflich arbeitet er im Gastgewerbe als Hotelfachmann. Die Förderung von Kindern und Jugendlichen aber auch von Erwachsenen liegt ihm besonders am Herzen. Mit viel Engagement vermittelt er ihnen Erste-Hilfe-Kenntnisse und stärkt ihr Selbstvertrauen für den Ernstfall.

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